Kunstautomat

Seit 3 Jahren bin ich eine von 300 Künstler:innen bundesweit, die sich an dem charmanten Projekt des Kunstautomaten beteiligt. In Rostock bin ich einmal ganz zufällig darauf gestoßen und habe mir mit großer Freude die Arbeit eines lokalen Graffitikünstlers gezogen. Als Kind hatte ich es schon geliebt, mit meinen 10 Pfennig zu probieren, am liebsten den rosa Ring aus dem Kaugummiautomaten zu angeln…

Im Jahr 2001 hatte Lars Kaiser in Berlin/Potsdam die Idee, Automaten anstelle mit Zigaretten oder Kondomen mit Kunst zu befüllen: für günstige 4,- € kann man sich Kunst im Original ziehen – als kleine Kunstüberraschungen in Form von Bildern, Objekten, Skulpturen und Zeichnungen aus vielfältigsten Materialien. In jedem gezogenen Kunstwerk liegt ein Beipackzettel, der einen kleinen Einblick in das Leben und Werk der Künstlerin oder des Künstlers gibt.

Inzwischen gibt es die Kunstautomaten in ganz Deutschland verteilt, wer sich auf die Suche macht, kann sie an öffentlich zugänglichen Gebäuden und Orten entdecken. Klein und originell sind die Kunstbotschaften, die auf dem Weg zur Freundin als Liebesbotschaft, zum Geburtstag als Geschenk, zum Treffen als Mitbringsel oder einfach als Sammelobjekt für sich funktionieren.

Ich unterstütze diese Idee sehr gerne und natürlich ist es eine Werbung für meine Kunst – wer weiß, in welcher Ecke Deutschlands Jemand einmal auf mich aufmerksam wird und dann auf meiner Webseite landet?

Mein aktueller Beitrag für den Kunstautomaten sind kleine Lesezeichen. Es sind kleine Radierungen auf Saftkartons, für die ich im Februar/März Zeichnungen in der Fußgängerzone und auf dem Bahnhofsvorplatz gemacht habe. Neben klammen Fingern bekam ich aber auch ein eindrückliches Bild dieser Zeit, in der Alle mit Masken und Handys herumlaufen…