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Lebensfieber – oder eine zarte Farbe, helles Gelb

Jeder wird es so – oder so ähnlich kennen: man lebt irgendwo und nach einer Weile stellt sich ein Radius von Wegen ein, den man im Alltag so abläuft: zum Bäcker, zur Bank, zur Bushaltestelle, zum Arzt, zum Einkaufen in den Laden oder auf den Markt.
Man trifft immer wieder dieselben Leute, sie werden langsam vertraut, obwohl man vielleicht nicht mit ihnen spricht. Manche fallen auf durch ihre Kleidung, durch die Art des Grüßens im Vorübergehen und man beginnt, sich für sie zu interessieren.

Die Bildhauerin Christiane Lüdtke ist neugierig geworden und hat ihr Interesse zum Anlass genommen, sich sechs Menschen aus ihrer Umgebung zu nähern und mit ihnen ein Kunstprojekt zu wagen.
Von 2006 – 2008 hat sie drei Frauen und drei Männer eine Weile begleitet, sie gezeichnet, gemalt, ihre Köpfe geformt, ihre Lebensgeschichten gehört und nachgefragt.
„ Es war mit jedem Einzelnen eine intensive gemeinsame Reise“, sagt Christiane Lüdtke, „und ich freue mich über die Annäherung mit künstlerischen Mitteln und den persönlichen Einblick, den mir diese Menschen gewährt haben.“